MOTION BANK // DANCING DATA

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// ABSTRACT

Das Projekt „Motion Bank – Dancing Data“ behandelt die statistische Auswertung des Motion Bank Projektes und umfasst ein Buch, drei Score-Hefte, drei Plakate und eine digitale Anwendung. Untersucht wurden die jeweils sieben Interpretationen von Ros Warby, Juliette Mapp und Jeanine Durning der Tanzpartitur „No Time to Fly“ von Deborah Hay. Durch die Visualisierungen wird der experimentelle Tanz für Außenstehende begreifbar. Das Buch gibt anderen TänzerInnen eine Orientierung zum Adaptieren der Choreographie und liefert Interessierten ausführliche Informationen zur Partitur. Die Score-Hefte behandeln jeweils eine Interpretation und zeigen immer eine Szene pro Seite. Für jede Tänzerin wurde ein zusammenfassendes Plakat erstellt. In der Anwendung können alle Interpretationen der Tänzerinnen im Hinblick auf die Szenen verglichen werden.

// AUSGANGSSITUATION

In meinem Projekt habe ich es mir zur Aufgabe gemacht die Daten die uns zur Verfügung gestellt worden waren genau unter die Lupe zu nehmen. Ich wollte sie in eine verständliche Form bringen. Mein Ziel war von Anfang an die statistische Auswertung der Partitur “No Time to Fly” von Deborah Hay.

// KONZEPT

Entstehen sollte ein Buch, welches Informationen zur Partitur liefert aber auch TänzerInnen hilft den Score zu verstehen um ihn zu adaptieren. Während der Bearbeitung habe ich beschlossen das Buch nicht alleine dastehen zu lassen, weil der Vergleich der Daten damit schwierig ist. Deshalb habe ich auch geplant eine digitale Anwendung zu erstellen um den Vergleich der Daten zu ermöglichen. Damit die Route der Tänzerin nachvollziehbarer wird, sollten Hefte aus transparentem Material entstehen, in denen jede Szene des Tanzes eine eigene Seite bekommt.

// TECHNIK

Die Daten, die zur Auswertung zur Verfügung gestellt wurden, bestehen aus etwa einer Millionen Datensätzen und über zwölf Stunden Videomaterial. Ein Datensatz gibt die Position der Tänzerin im Raum pro Frame an, es gibt also 25 Datensätze pro Sekunde.

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Aus diesen Datensätzen wurden mit der Software “Processing” die Visualisierungen der Routen der Tänzerinnen erstellt. Hieraus lässt sich die Strecke und die Geschwindigkeit der Tänzerin ablesen. Außerdem kann man den Start- und Endpunkt anzeigen lassen und es können die einzelnen Szenen gezeigt werden.

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Mithilfe des Tools “Piecemaker” wurden die Visualisierungen zu den einzelnen Szenen der Tanzpartitur realisiert, indem die Sekunden abgelesen wurden.

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Zur Auswertung der Dauer, Strecke, Geschwindigkeit und dem Kalorienverbrauch wurden Tabellenkalkulationen verwendet.

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// BUCH 

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Jeder Tänzerin wurde eine Farbe zugeordnet, um die Visualisierungen gut unterscheiden zu können.

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Die mit Processing erstellte Visualisierung zeigt die Route der Tänzerin in der Fläche. Je heller und größer die Kreise sind, desto schneller läuft die Tänzerin. 

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Über die Route der Tänzerin lässt sich ein Transparentpapier mit dem genauen Weg und eines mit dem Start und Endpunkt der Tänzerin legen.

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Die Mitte des Kreises zeigt die Dauer des Tanzes (x-Achse) und die Durchschnittsgeschwindigkeit (y-Achse) an. Das Tortendiagramm zeigt, wie lange die Tänzerin stand und wie lange sie sich in Bewegung befand. Der Durchmesser des Kreises verdeutlicht die zurückgelegten Meter.

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Das Diagramm zeigt, für jede Szene des Tanzes, die zurückgelegte Strecke in Metern (Durchmesser der Kreise) und die Dauer in Minuten und Sekunden (Mitte des Kreises auf der y-Achse) an.

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Diese drei Doppelseiten gibt es zu jeder Interpretation der drei Tänzerinnen.

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// PDF 

Motion Bank – Dancing Data Buch

// SCORE-BÜCHER

Die Score-Bücher zeigen die einzelnen Szenen der Interpretationen, so kann der Weg der Tänzerin nachvollzogen werden. Die Bücher bestehen aus Transparentpapier um zu verdeutlichen, dass Tanz etwas Verschwindendes ist und nichts was feststeht.

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// PLAKATE | AUSSTELLUNG

Für die Designblick habe ich drei Plakate entworfen, auf denen jeweils zu einer Tänzerin die Visualisierungen zu allen Interpretationen zu sehen sind.

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// DIGITALE ANWENDUNG

Da der Vergleich von den Diagrammen zu den Szenen im Buch schwierig ist, habe ich zusätzlich mit Processing eine digitale Anwendung programmiert, mit der man die Diagramme von allen Interpretationen aller Tänzerinnen vergleichen kann.

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Indem man auf die jeweiligen Farbkreise der Durchgänge klickt oder die Tasten auf der Tastatur verwendet, kann man die einzelnen Diagramme ein- und ausschalten.

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// VIDEO

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