Kachler_Kauer_Motion Bank_Dokumentation


Inhaltsangabe

1. Recherche
- Motion Bank
- Mindmap
- Parameter
2. Skizzen und Sketche
3. Idee
- Theorie
- Praxis
- 3D-Druck
4. Ausstellung und Ausblick
5. Quellcode (pde)

1. Recherche

Motion Bank ist ein auf zunächst vier Jahre angelegtes Projekt von William Forsythe (Forsythe Company). Das Pilotprojekt zur Motion Bank ist Synchronous Objects, welches von William Forsythe, sowie Norah Zuniga Shaw erarbeitet wurde.

so_3dalignmentanim

VISUALISIERUNG

Aufgabe der Motion Bank ist es Tanz bzw. Choreographien für jeden zugänglich und verständlich zu machen. Für die Visualisierung haben wir die Tracking-Daten der Choreographie von Deborah Hay.

SCORE

http://www.deborahhay.com/DHDC%20Website%20Pdf/NTTF%20booklet.pdf
Erstes Kapitel: Joy and sorrow in the audience – Ihre Bewegung ist Tatsache, sie entscheidet zu Beginn ihres Auftretens auf der Bühne in welche Richtung ihre Choreographie geht, dies ist auch abhängig vom Publikum. Sie entscheidet sich dann auch bewusst dafür, wo diese enden wird.  – Eine krümmende Kurve die mit einer kleinen Rotation endet. Sie sing ein wortloses Lied, das sich ergibt und Freude, sowie Leid kombiniert. Ihr Gesicht zeigt dabei die Vergänglichkeit von Freude und Leid. Die Dauer eines Liedes, ist abhängig davon, wie lange dies benötigt sich in ihren Körper, sowie dem Gedächtnis der Zuschauer einzuprägen. Deborah Hay akzeptiert zudem jede Bewegung die spontan passiert und bezeichnet dies auch als Arbeit.


Wir werten die Daten mit Hilfe von Processing aus und möchten durch die Bewegung und mit Hilfe von Formen und Farbe eine Informationsgrafik (generatives Design) visualisieren.

Brainstorming

imageDie Sinnierung mit Caro ging sowohl in die künsterlische Ebene, als auch in die technische Richtung. Hier das Ergebnis als Bild.

Parameter
⌊Folgenende Parameter können beeinflusst werden:

          • Farbe : RGB HKS HSB S/W
          • Form : Polygone, Kreis, Linie
          • Fläche : Groß, Klein
          • Kontrast : Stark, Schwach
          • Kontur : Dick, Dünn
          • Bewegung: Schnell, Langsam, Stehend
          • Anzahl: Viel,Wenig, Nichts
          • Größen: Groß, Klein, Mittel
          • Überlagerungen

⌊Folgende Parameter sind gegeben:

    • Geschwindigkeit
    • Winkel
    • Position x y z / Körper
    • Zeit
    • Höhen
    • Ton/ Lautstärke/Frequenz

2. Skizzen und Sketche

IMG_0014

Zuerst wurden die Skizzen gezeichnet und anschließend setzten wir die spannendsten Sketche mit Processing um. Zunächst mit einer Person, dann im Vergleich mit mehreren Personen des Tanzes mit Unterscheidung in der Farbgebung.

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a1e9 Bildschirmfoto 2014-06-17 um 15.51.50

ROS

3. Idee

Die anfänglichen Ideen, waren es die Person definitiv als Form zu visualisieren und somit ihren Bewegungsablauf abzubilden. Diese Form und Flächen sollten in 3D-Objekte umgewandelt und entweder geprägt, gecuttet oder gedruckt werden.

Exposé

Im weiteren Verlauf entschieden wir uns für die Realisation der digitalen Daten und eine weitere Umsetzung des 3D-Druckes. Anhand der habtischen Form ist es möglich sich direkt mit dem Objekt auseinander zu setzen und die Bewegung zu fühlen.

Theorie:

Der Sketch soll folgende Struktur aufweisen: Zwei Punkte ergeben eine Linie, viele Punkte ergeben viele Linien, welche eventuell, und bei einer häufigen Überlagerung oder Annäherung, eine Fläche ergeben. Eine Linie braucht stets einen Anfang und ein Ende. Es können mit mehreren Linien diagonalen gebildet werden. So beschreitet ebenfalls die Tänzerin ihren Weg und geht Strecken, welche durch die Koordinaten der Motionbank festgelegt sind.

( x – y mit der Differenz aus x0 – y0
Distanz von streckealt- streckeneu
Diagonalen d verbindet Punkte
weite oder eine nahe Distanz → neuen Vektoren)

Praxis:

Wir zeichnen Punkte in einer Array-list und verbinden diese mit einander – es entsteht eine Linie. Die neuen Koordinaten, bilden neue Linien. Kommen diese neuen Linien in den Abstand (20 Pixel) verbinden sich die entstehenden Punkte mit den alten punkten. Es entstet eine Struktur. Mit Hilfe von Dominik Meixner konnten wir den Code erheblich verkürzen und vereinfachen.

Anfänglich programmierten wir den Sketch so, dass die Maus die Strecken zeichnet. Später setzten wir den Kopf der Tänzerin für x und y ein. Bewegt sich die Tänzerin schnell, so werden die Linien heller abgebildet.

mit der maus

Sketch mit der Maus gezeichnet

nur die tänzerin

Tänzerin zeichnet eine Linie

schnell- groß langsam-klein

Schnelligkeit der Tänzerin.

vektor grafik tanz

Entstandene Tanzform

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3D-Druck

 Wir exportierten den Sketch zuletzt als jpg-Datei heraus und bekamen mit der Website : shapewaves.de, den Programmen “Instant Player”, “Terminal” und “Meshlab” eine stl-Datei, welche wir mit dem Makerbot-Drucker druckten.

Wir entschieden uns für die 2D-Daten der MotionBank, welche den Kopf der Tänzerin getrackt hat.Foto

Hier die entstandenen Formen der drei Tänzerinnen im Programm Processing:

JEANINE                                     ROS                                      JULIETTE

janine Juliette_D03T03_withBackgroundAdjustment_Corrected Ros_D01T03_withBackgroundAdjustment_Corrected

4. Ausstellung

Wir hielten es als geeignet, diese Visualisierung plakativ darzustellen, ohne das die habtischen Formen im Hintergrunde stehen. Daher entwarfen wir ein Plakat, mit den entstandenen Processingformen, worüber wir die 3D-Drucke magnetisch befestigten. Das Plakat appeliert an den logischen Denkansatz, sodass der Betrachter die Form nehmen, fühlen und wieder Formgetreu einsetzen kann. Die Formen blieben nur am Plakat hängen, wenn die jeweilige Exponate auch auf die richtige Form gedrückt wurde. Dies geschieht durch eine unterschiedliche Platzierung der Gegenmagneten.

Plakat_1

Wir sehen unsere Arbeit in verschiedenen Perspektiven ausbaufähig. Die Formen könnten als eine Art Schalter fungieren, die bei Kontakt ein Video Starten. Ebenfalls könnte bei einem Kontakt ein Licht erleuchten oder ein Ton abgespielt werden. Auch entstehen interessante Landschafen und Struckturen, auf die man etwas visuelles Beamen kann, hierfür müsste man das ganze flächiger und größer ausdrucken.

5. Quellcode

Kachler_Kauer_headline.pde