Lärm// Scheuerer

Lärm und seine Auswirkungen

INfo finales plakatKARTEN FINAL PLAKAT KopieINfo Final sub ob4

Im Rahmen des Themas Autobahn beschäftigt sich diese Arbeit mit dem Thema Lärm und seinen Auswirkungen beschäftigt. Lärm ist generell etwas subjektives und allgegenwärtig, oft ohne dass wir ihn überhaupt bewusst wahrnehmen. Er löst schon ab relativ geringen Werten Stress aus und wir bemerken es oft gar nicht. Das Ziel dieser Arbeit ist es, Lärm und auch Lautstärke greifbarer und erfassbarer zu machen, um ein besseres Lärmbewusstsein für den Betrachter zu schaffen. Dies wird durch eine  Dezibelskala mit Piktogrammen, Lärmkartographien und den Bezug auf die subjektive und objektive Geräschwahrnehmung erreicht.

Teil 1- Lärm/ Geräuschquellen

Nachdem ich genügend Daten gesammelt habe, habe ich diese zunächst in relativ einfacher und klassischer Form angelegt, um einen besseren Überblick zu haben. Dabei habe ich auf eine Skala mit Typografie zurückgegriffen.

Grafik typolastig1colorGrafik typolastig1color3

Diese beiden Grafiken bilden den Ursprung des ersten Teils und dienen vorerst rein der Datenvisualisierung um die weitere Arbeit zu erleichtern.

Im nächsten Schritt habe ich durch eine breiter werdende Skala den steigenden Lärmpegel dargestellt, um dem Betrachter den Anstieg der Lautstärke zu suggerieren.

Grafik typolastig3 Grafik typolastig2test

Im nächsten Schritt ähnelt die Skala einer Schallwelle und deshalb liegt sie hier waagrecht, um hierbei den Lesefluss zu unterstützen, ist die Typografie schräg angelegt, satt senkrecht. Trotzdem ist diese Grafik nur mit Mühe lesbar.Grafik typolastig4_1Grafik typolastig5

Ein kleines Experiment zwischendurch zeigt die Lärmquellen, welche in der Punktgröße der Dezibelwerte dargestellt sind. Wie bei allen Grafiken fällt auch hier die Wahl der Schriftart auf die Frutiger, da sie als eine der Ikonen der Lesbarkeit gilt und sich deshalb für Informationsgrafiken besonders anbietet. Die Schriftschnitte entsprechen 0-60db= Light// 60-130db = regular// 130-190db= bold.

Grafik nur typo

Um jedoch eine schnellere und leichtere Informationserfassung zu generieren, habe ich mich dazu entschlossen, die Dezibelskala mit Hilfe von Piktogrammen zu erstellen. Dies erleichtert die Lesbarkeit wesentlich und fördert den Anreiz, die Informationsgrafik überhaupt zu lesen. Es folgen die ersten Skizzen/Entwürfe zu den Piktogrammen.

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Bei der Digitalisierung haben sich diese noch einmal stark verändert. Hierbei differenziere ich zwischen normalen Geräuschquellen/ medizinischen Auswirkungen und gesetzlichen Richtlinien (quadratisch).

Untitled-2

Durch eine zweiseitige Anordnung wird verdeutlicht, dass es eine Unterscheidung gibt und auch Fehlinterpretationen werden ausgeschlossen ( ein Herz schlägt beispielsweise nicht mich einer Lautstärke von 65 db!)

Grafik piktolastig1vorführ

Bei der finalen Form habe ich noch eine Skala hinzugefügt, damit der Betrachter die Zeilen besser lesen kann und auch die Farbe habe ich anhand der Stressgrenze(orange) und der Schmerzschwelle(rot) gewählt. Der Lesefluss bewegt sich von oben nach unten, um die Spannung beim Lesen nicht zu verlieren. Um die Piktogramme besser lesbar zu machen, habe ich die Farben der Cutouts verändert. ( Vermeidung von den Kombinationen rot/grau und gelb/weiß). Die fehlenden Piktogramme habe ich ergänzt, sowie die bereits bestehenden ausgebessert und angeglichen. Das Plakatformat beträgt 62cm x 2m, alle anderen Plakate orientieren sich an diesem Format, welches durch die relativ lange und schlanke Grafik definiert wird.

INfo finales plakat

Teil 2- Lärmkartographien

Im zweiten Teil meiner Arbeit nehmen ich Bezug auf unseren Projektpartner den Kurier und unsere FH in Münchberg. Dabei habe ich bei openstreetmaps.org Karten geladen und die Straßennetze so vereinfacht nachgezeichnet, dass man die Orte noch erkennt, aber keine überflüssigen Informationen hat. Darauf habe ich die nachgezeichneten Lärmkartographien, welche ich auf bis.bayern.de gefunden habe, gelegt. Im ersten Arbeitsschritt, habe ich noch relativ viele Karteninformationen beibehalten, jedoch festgestellt, dass diese nur der Lesbarkeit schaden, weil sie zu sehr mit den Lärmbelastungskanastern konkurrieren.

Einzelteile// Basis

bayreuth lärmkanaster ohne karte(Lärmkanaster)

Bildschirmfoto 2015-01-26 um 13.42.40(openstreetmaps.org Karte BT)

Bildschirmfoto 2015-01-17 um 23.24.19 (Bsp//Versuch#1// Bayreuth)

Bei der finalen Form sind nur die wichtigstens Straßen oder Punkte eingezeichnet, welche man zum Erkennen der jeweiligen Bereiche benötigt. Aus diesen Karten kann man gewisse Dinge, wie Brücken durch die Lärmbelastung sehr gut ablesen. Auch Lärmschutzwälle, Täler, Wälder sind durch die Lärmverteilung gut erkennbar. Die Legende habe ich mit Hilfe von Typografie erstellt, da sie in Fünferschritten funktioniert und sich dies leider nicht mit den Zehnerschritten meiner Piktogramme vereinbaren hat lassen, ohne die Daten zu verfälschen. Um dennoch diesen Teil der Arbeit mit den Piktogrammen zu verweben, habe ich die Legende mit Hilfe von Ellipsen dargestellt, um diese Runde Form, welche sich durch meine Arbeit zieht noch einmal aufzugreifen. Auch die beiden Orte sind durch Markierungen gekennzeichnet und die Silhouette der Gebäude habe ich zum besseren Verständnis nachgezogen.

KARTEN FINAL PLAKATVar #1 KARTEN FINAL PLAKAT Kopie >>(finale Variante ohne Legende in Karte)

Teil 3- Geräuschempfindung// Rechenregeln

Der dritte Teil meiner Arbeit basiert auf dem Fakt, dass wir eine Erhöhung des Dezibelwertes um 10 db als Verdoppelung wahrnhemen. Hierbei ergab sich die Schwierigkeit, dies mit Ellipsen darzustellen und die Flächenverhältnisse lesbar zu machen, denn nur den Wert als Radius anzugeben, zeigt keine Verdoppelung, sondern einen wesentlich höheren Wert. Bei den ersten Skizzen ist dies deutlich sichtbar, denn wo die Kreisfläche die doppelte sein soll, ist sie durch die Visualisierung als mindestens zehn mal so groß zu erkennen. Ich differenziere hierbei zwischen subjektiver und objektiver Geräuschempfindung. Der erste Versuch erfolgte mit Hilfe von Transparenzen, welche ich aber wegen der schlechten Lesbarkeit wieder verworfen und im nächsten Test durch einen Farbverlauf von gelb zu rot ersetzt habe.

sub-ob 1sub-ob 2

Von den Ellipsen ausgehend, habe ich eine Visualisierung durch eine Schallwelle getestet, welche ich jedoch schnell wieder verworfen habe, weil sie sich absolut nicht in meine übrige Arbeit einfügt. Bei dieser ersten Variante stimmen die Werte noch nicht, dies habe ich erst in der folgenden nachgebessert und eine wenig aussagekräftige Form dadurch erhalten.

sub_ob 2 sub-ob 3

Die Rechenregeln habe ich zunächst ganz banal mit Hilfe von mathematischen Zeichen dargestellt, da diese Visualisierung wenig überzeugend ist, habe ich mich davon entfernt und später versucht die Lautstärkenerhöhung durch Mengenangaben und Überlappung darzustellen. Dies habe ich jedoch für die finale Abgabe wieder entfernt, da dieser Teil der Arbeit der am wenigsten starke ist und sich nicht sonderlich gut in die übrige Arbeit einfügt, weil er zu wenig aussagekräftig ist.

rechenregeln1color  INfo Final 3(unterer Teil)

Das Problem mit den Proportionen habe ich im finalen Produkt durch die Berechnung der Kreisflächenverhältnisse gelöst und statt der Werte, die in Teil 1 erstellten Piktogramme eingesetzt. So sind im finalen Produkt nicht die Radien doppelt so groß, sonder wirklich die Kreisflächen. Dies mit der Absicht, dass der Betrachter den Anreiz hat, sich eingehender mit allen Teile zu beschäftigen und dem ersten Teil somit zusätzlich eine “Legendenfunktion” zu geben. Hier im Vergleich Variante #1: (radius zum Quadrat x PI) x2 bei Berechnung mit PI  und Variante #2: radius verdoppelter Wert ( BSP: statt 40db >> 80db zum Quadrat x PI) >> Kreisflächenverhältnis stimmt in der Visualisierung nicht mehr!

INfo Final sub ob4(Variante #1)  INfo Final sub ob7 (Variante #1a)

INfo Final sub ob2(Variante #2)

Quellen: 

lfu.bayern.de

bis.bayern.de

bmub.bund.de

openstreetmaps.de

Die finalen Plakate noch einmal im Überblick

INfo finales plakatKARTEN FINAL PLAKAT KopieINfo Final sub ob4

DB-Snapshot

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//Formalitäten

 

Scheuerer Tanja// 00436413

WS 2014/15

Projekt Informationdesign

Titel: Lärm

Betreuung: Michael Zöllner

Beschreibung: Lärm – Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Lärm und dessen Relevanz in unserem Alltag

Im Rahmen des Themas Autobahn beschäftigt sich diese Arbeit mit dem Thema Lärm und seinen Auswirkungen beschäftigt. Lärm ist generell etwas subjektives und allgegenwärtig, oft ohne dass wir ihn überhaupt bewusst wahrnehmen. Er löst schon ab relativ geringen Werten Stress aus und wir bemerken es oft gar nicht. Das Ziel dieser Arbeit ist es, Lärm und auch Lautstärke greifbarer und erfassbarer zu machen, um ein besseres Lärmbewusstsein für den Betrachter zu schaffen. Dies wird durch eine  Dezibelskala mit Piktogrammen, Lärmkartographien und den Bezug auf die subjektive und objektive Geräschwahrnehmung erreicht.

INfo finales plakat Der erste Teil der Arbeit besteht aus einer Dezibelskala, welche Geräuschquellen, Lärmrichtlinien, sowie medizinische Auswirkungen einkategorisiert.

KARTEN FINAL PLAKAT Kopie Dieses Plakat zeigt die Lärmbelastung in den Städten Bayreuth(Norddeutscher Kurier) und Münchberg (Campus Münchberg)

INfo Final sub ob7 Dieses Plakat zeigt die Different zwischen subjektiver und objektiver Geräuschempfindung unter Verwendung der Piktogramme aus Teil 1