Burrows

BURROWS

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ABSTRACT

Im Projekt „Burrows“ steht zunächst die vereinfachte Visualisierung der Daten im Vordergrund. Bei der Umsetzung wird auf die 2D-Daten des Tanzstückes „Both Sitting Duet“ zurückgegriffen. Die Körperteile sind dabei mit vereinfachten Formen, wie Kreis und Linie dargestellt und in ihrer Farbigkeit reduziert, um das Augenmerk auf das Wesentliche, nämlich die Bewegungen zu beschränken. Dies soll Tänzern das Lernen einer Choreographie erleichtern. Zudem wird der Nutzer/Tänzer selbst von der Kinect erkannt und kann sich so im direkten Vergleich mit der Visualisierung von Burrows sehen.

Gedacht ist dies für Tanzstudios. Dabei wird zuerst die Choreographie eines Choreographen mit Hilfe der Kinect aufgezeichnet und kann so für alle Tänzer eines Stückes beliebig oft wiedergegeben werden und erlernt werden, ohne das der Choreograph vor Ort sein muss. Durch Bildschirme, welche in den Spiegeln angebracht sind kann der Tanz dann wiedergegeben werden. Dies könnte dann auch auf eine Datenbank hochgeladen werden und den Tänzern so überall auch mit Updates zur Verfügung stehen. Jeder einzelne Tänzer

 

AUSGANGSPUNKT / PROBLEMSTELLUNG

Schon zu Beginn meiner Recherche war klar, dass ich eine Möglichkeit finden möchte, mit der ein Tänzer eine Choreographie schnell und einfach erlernen kann. Gleichzeitig sollte die Kinect miteinbezogen werden um so eine Interaktion und einen direkten Vergleich zu schaffen. Am Anfang war das noch mit den Daten von Deborah Hay’s „No time to fly“ angesehen, dies ist bei diesem jedoch auf Grund der Breite und Tiefe für die Kinect nicht möglich, weshalb ich mich auf eine Visualisierung der 2D-Daten von Burrows konzentrierte.

KONZEPT/LÖSUNGANSATZ

Zu Beginn stellte ich mir die Frage „Wie visualisiert man Tanz, so dass er für alle Menschen verständlich wird?“. Die Komplexität einer Choreographie sollte auf vereinfachte Formen runter gebrochen werden, um sie so für alle verständlich zu machen. Zudem sollte der Nutzer/Tänzer einen Vergleich haben und sich so selbst auf die richtige Ausführung konzentrieren, um eine Choreographie möglichst schnell zu erlernen.

 

SOFTWARE

Für meine Umsetzung arbeitete ich mit Processing und der Kinect. Mit Processig griff ich auf die 2D-Daten von „Burrows – Both sitting duet“ zurück. Die Kinect erkennt die Person die davor steht und weist dem Körperteil die Form zu, welche im Code programmiert wurde. Des Weiteren nutzte ich noch den Beamer für meine Umsetzung, um meine Visualisierung großflächig an die Wand zu projizieren und um auch eine bessere Interaktion zwischen Nutzer und Kinect zu schaffen.

 

UMSETZUNG

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Zunächst machte ich mir eine Skizze für den Aufbau. Da Jonathan Burrows und Matthew Fargion bei ihrem Tanz, sowie bei meiner Visualisierung “Both Sitting Duet”, wie der Name des Stückes schon sagt sitzen und sich der Tanz auf die Bewegung der Hände beschränkt, setzt sich der Nutzer vor die Kinect.

Von Anfang an war klar, dass die Umsetzung nur aus vereinfachten Formen bestehen soll, da der Nutzer/Tänzer sich beim Erlernen auf den Tanz an sich konzentrieren und nicht abgelenkt werden soll. Zu Beginn meiner Umsetzung achtete ich nicht auf die Farbigkeit, sondern nur auf die Funktionalität.

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Ich begann mit dem Auslesen der Daten im 3D-Raum, was zu Beginn noch eine Schwierigkeit auf Grund der Positionierung darstellte.

 

 

 

Meine Visualisierung – (Video der) Choreographie “Both Sitting Duet”

 

Visualisierung (ohne Kinect)

 

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Zuerst visualisierte ich die Vorderansicht und drehte den Skeleton anschließend zur Seite (Ansicht ganz rechts). Der mittlere Skeleton ist zum Vergleich mit der Kinect (also dem Nutzer). Um die Differenz zwischen der Visualisierung des Tanzes und einem selbst besser hervorzuheben sind die Linien da. So hat man einen Vergleich, ob man die Bewegungen richtig ausführt und es wird einem verdeutlicht was zur richtigen Bewegung fehlt.

Ausgangssituation:

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Deutlich sichtbare Differenz zwischen Nutzer und Burrows-Skeleton:4

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