VISUALISATION DES INFORMATIONS_MOTION BANK

VISUALISATION DES INFORMATIONS

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◊ ABSTRACT

In dem Projekt „visualisation des informations“, liegt der Schwerpunkt auf der Informationsvisualisierung der bestehenden Motion Bank-daten und der generativen Anwendung im Printbereich. Motion Bank trackte jeweils sieben Interpretationen der Tänzerinnen Ros, Juliette, und Jeanine, der InSzinierung „No Time to Fly“ von Deborah Hay. Es entstanden neben einem Formenkatalog, Plakate, eine kleine AppliKation und Printmedien.  Im Buch werden verschiedene Formen in ihrer Entstehung gezeigt und ebenfalls ein kleiner Exkurs in ein neu entwickeltes, experimentelles Notationsverfahren gegeben, welches sich mit der Geschwindigkeit und Platznutzung der Tänzerinnen auf der Bühne beschäftigt. Die Plakate zeigen die unterschiedlichen finalen und lesbaren Formen. Durch die Anwendung war es möglich, sich genauer mit den Daten zu beschäftigen und Formen selbst zu generieren – zu verstehen. Die Printmedien geben einen kleinen Ausblick auf die weitere Nutzung der entstandenen Formen dekorativer und werblicher Art und Weise.

◊ AUSGANGSPUNKT

Schwerpunkt der Arbeit war es, aus den gewonnenen Motion Bank-Daten, Visualisierungen zu erstellen, welche nicht nur schön im Anblick sind, sondern auch in der Lesbarkeit funktionieren. Die ersten zwei Monate des Semester beschäftigte ich mich mit der Ideenentwicklung von einer Tracking-responsive Anwendung, welche jedoch in einer Sackgasse landete. Somit entschloss ich mich, in den Printbereich mit der Programmierung zu gehen und durch die Formen ein kleines Notationsprogramm zu erstellen und gleichzeitig, diese generativ in bestimmten Printmedien einzusetzen.

◊ KONZEPT

Entstehen sollten verschiedene Visualisierungen, die primär für die Arbeitnehmer Deborah Hays gedacht sind, sekundär den Betrieb promoten und tertiär, durch die Daten, einen emotionalen und haptischen Bezug zu den Kunden und Besuchern aufzubauen. So stehen Plakate, Flyer , Prospekte, Mailings , Give-aways , Folien, etc. charakteristisch für die einzelnen Interpretationen der Tänzer, welcher der Besucher/ Kunde in der Hand hält. Der Formenkatalog zeigt auf der einen Seite ein kleines Spektrum, der möglich entstehenden Formen, und auf der anderen Seite bietet er Internen die Möglichkeit, die jeweiligen Akte und Tänzerinnen miteinander zu vergleichen. Der Vergleich ist im direkten Bezug mir der Notationsannäherung, somit kann aus den Formen folgende Information gelesen werden: Schnelligkeit, Länge der Interpretation, Flächennutzung der Bühne. Hierfür beschränkte ich mich auf die Formen: Linie, Viereck und Kreis, welche ich aus der Szenerie abstrahierte. Zur Erläuterung der entstandenen Formen wurde zusammen mit dem Dozenten eine Application konzeptioniert, welche das Verständnis wecken soll.

◊TECHNIK

Für dieses Projekt war die Verbindung von Technik und Print notwendig.

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Zunächst war es notwendig auf die Daten von Motion Bank zurück zu greifen. Aus der großen Auswahl aus, Musik, Bild, Ton, Videos, selektierte ich mir die Dateien mit nummerischen Inhalt heraus. Diese sogenannten “3D-Daten” implizieren die Schritte einer Tänzerin, in x (Links und Rechts), y (Vorne und Hinten) und z (Höhe der Tänzerin) Richtung , auf der Bühne, auf 25 frames pro Sekunde getrackt.

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Processing
Mit dem Programm “Processing” wurde ein Sketch programmiert, welcher die Visualisierungen entstehen lies. Da es sich um 3 x 7  “3D-Daten” handelt, wurde nicht nur die Visualisierung programmiert, sondern zusammen mit dem Tutor Andreas Zapf ein Code entwickelt, welcher nach dem Prinzip der Stapelverarbeitung einliest und auch ausgibt. Da die Qualität der Visualisierungen stimmig sein sollte, generierte das Programm hochwertige Pdf-Dateien aus dem Sketch. Für eine Lesbarkeit entwickelte ich zuletzt eine Art Schablone, welche die Dauer des Tanzes angibt.

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Ebenfalls wurde die Application mit Processing programmiert, in der man die x- und y-Werte, die Abfragen der Frames und die Form verändern kann.

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InDesign
Mit diesem Programm wurden die Plakate und der Formenkatalog gelayoutet. Hierfür wählte ich das A3-Format, welches den Formen den entsprechenden Freiraum geben sollte um zu wirken und den Platz, um in der Lesbarkeit zu funktionieren. Anschließend wurde das Buch gedruckt und eigenständig gebunden.

Buch
In dem Buch war es wichtig einen nachvollziehbaren Aufbau zu gestalten, in dem der Betrachter auf der einen Seite Die entstandenen Formen sieht, ein Gefühl für die Thematik entwickelt und ebenfalls einen Einblick auf den Ausblick der Printanwendung findet.

Plakate
Die Plakate dienen als Übersicht über das Geschehen und der reinen Informationsvisualisierung. Ebenfalls wurden weitere drei Plakate gestaltet, in denen die Dauer der Akte im vergleich abgebildet sind.

3D-Druck
Es entstand ebenfalls ein kleiner 3D Druck, mit dem man später Prägen können sollte. Gleichzeitig ist es ein Medium, welches der Haptik unterlegen ist und eine direkte Beziehung zwischen Tänzerin und Besucher herstellt.

◊ UMSETZUNG UND PROJEKTERGEBNIS

Für ein Harmonisches Zusammenspiel, wurden die einzelnen Stationen aufeinander abgestimmt und bei der Ausstellung zusammen getragen. So geben die drei großen Plakate den Überblick, mit welchen Formen gearbeitet wurde und welche Formen im ersten Akt bei jeder Tänzerin entstanden sind.

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Im Buch wurde anfänglich in die Thematik eingeführt, sodass ein Grundverständnis aufgebaut wird. Anschließend wurde  die Entstehung der Formen erläutert und aufgeführt. Um die Visualisierungen vergleichen zu können wurden diese in einem Bestimmten Raster aufgelistet. Zunächst die entstandenen Formen  der Tänzerin und ihren sieben Akten, und danach alle drei Tänzerinnen im direkten Vergleich. Zu jeder Tänzerin wurde ein kleiner Text aufgeführt, welcher die Charakteristik beschreibt. Eine Charakteristik befasst sich mit dem Zeitaufwand der Akte, so ist ein Fazit, dass die Tänzerin Janine am Längsten getanzt hat und Juliette am Schnellsten. Im vorletzten Kapitel werden anderweitig entstandene Formen gezeigt und mit ihnen experimentiert, wie durch Überlagerungen. Zuletzt wird der Anwendungsbereich aufgezeigt und konkrete Beispiele genannt, in welchen Bereichen die Formen einsetzbar sind.

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Zeitübersicht der Tänzerinnen im Überblick.

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Vergleich der Akte mit Visualisierung der Schablone für die Lesbarkeit.

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Generatives DESIGN

Hier die zip.datei des Buches

Formenkatalog Download(die Datei ist ans ich zu groß zum uploaden auf dieser platform):
https://www.dropbox.com/sh/vq53zoziw52jxy0/AABAsUe24lbiNpJZLE0-Et5Oa

Die Application beschäftigt sich mit der Neugenerierung der Form und fördert das Verständnis für die Thematik.

Dokumentationslink