Motion Constellation

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von Sebastian Hartmann & Duc Nhan Truong

 

Exposé

Basierend auf der Motion Bank Datenbank des Stücks No Time To Fly von Deborah Hay wollten wir eine abstrahierte neue Interpretation generieren. Dabei wollte wir dass man die Ergebnisse vielfältig weiterverwenden kann (Plakate, Bewegtbild, Logo usw.). Die grundlegende Idee war es, systematisch sternenbildartige Konstellationen zu erschaffen, die von den Parametern der Datenbank beeinflusst werden.

Herangehensweise

brainstorm

Wir wollten eigentlich die Skelettdaten verwenden, uns wurde doch schnell bewusst, dass nicht von jedem Gelenk die Koordinaten vorliegen, sondern nur vom Kopf. Deswegen haben wir nach Alternativen geschaut und in den darauffolgenden Wochen haben wir Parameter immer wieder anders genutzt, um die visuellen Ergebnisse zu beeinflussen. Wir haben auch viel über die Sternenkonstellationen und andere geometrische Objekte nachgedacht.

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Wir haben auch viel über die Sternenkonstellationen und andere geometrische Objekte nachgedacht. Auch ging es um Details, wie Winkeleinstellung, Anordnung und das Übersetzen der Parameter

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Letzten Endes haben wir uns gefragt, wie wir die Ästhetik, die wir uns vorgestellt haben, mit den gegebene Daten umsetzen können.

Umsetzung

Der erste Sketch hat eher willkürlich eine geometrische Form aufgespannt und bewegt sich sich wie der Tänzer von recht nach links, von oben nach unten. Das war schon ein Anfang, aber wir wollten die Bewegung selber lenken.

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So haben wir dann die Länge der Linien mit den jeweiligen Parametern einfach verkürzt und verlängert. Dadurch entstand eine Form mit mehr Wiedererkennungswert. Doch die entstandene Fächerform brachte uns auf die Idee, den Innenwinkel noch dynamischer zu gestalten. Deswegen reichte es nicht aus, bloß die Linienlänge abzutragen.

02_ohneregeln

Aufgrund dessen haben wir die Linien alle einzeln zeichnen lassen und um ein Vielfaches eines Grundwinkels rotieren lassen (2×15°, 3×15° usw.). Das Problem hierbei war jedoch dann, dass wir die Punkte untereinander nicht miteinander verbinden konnten, da wir keine absoluten Koordinaten für die Punkte finden konnten. (Hier wurde noch der Innenwinkel auf die Lautstärke einer Audiospur von Ros gemappt)

03_linien um punkt gedreht

So mussten wir uns grundlegender trigonometrischer Berechnungen bedienen, um die Winkel und Seitenverhältnisse in der Form auszurechnen. Durch diese Formeln kommt man dann auch auf absolute Koordinaten der Punkte und Linien.

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Wir waren zudem auch unzufrieden mit dem Ruckeln der Form (die Werte schwanken, wodurch ein Zittern und Ruckeln sichtbar wird). Sodass wir eine Filter verwendet haben. (https://github.com/SableRaf/signalfilter)

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Im Finalen Sketch haben wir den Seiten entsprechende Parameter zugeordnet, und der Winkel wir durch die Boundingbox beeinflusst. So entstehen organische Bewegungen und ein eigener Tanz.

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maker_screen

Mit dem Piecemaker von MotionBank konnten wir alle Szenen analysieren und zeitlich markieren.

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Somit fiel es uns einfacher, wichtige Szenen zu betrachten und für weiterführende Verarbeitungen zu verwenden. (Gif, Plakat usw.)

sers3

 

Die Formen sind die generierten Pendants der entsprechenden Szenen.
Mit einem Startwert und Endwert war es möglich die .SVG Dateien auszugeben

SVG_Export_Code

constellation_final.pde

Endergebnis

gif_2.0

notimetofly_poster3 2

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Ausblick

Man könnte den .GIF Ansatz weiterdenken und die passenden Filmszenen mit den Konstellationen hinterlegen, sodass eine räumliche Ergänzung stattfindet. Über Logoentwicklung usw. kann auch nachgedacht werden.