Dokumentation Perimetrie Messung im Raum

Studenten: Nadine Benkenstein und Corinna Ismaier
Studienfach: Interaction Design
Studiengang: Mediendesign, 6. Semester
Betreuer: Prof. Zöllner, Hochschule Hof,
Kooperationsprojekt mit Carl Zeiss Meditec

Thema:

Verbesserung der Perimetrie Messung im Raum

Umgebungsparameter:

– vor allem ältere Menschen
– muss in jeder Praxis einsetzbar sein
– muss möglichst platzsparend und variabel einsetzbar sein
– muss von Arzthelfern bedienbar und durchführbar sein
– Ergebnisse müssen von Arzt auch ohne Beisein bei dem Test auslesbar und interpretierbar sein
– möglichst kurze Dauer um mehr Patienten untersuchen zu können
– angenehme Untersuchungsgestaltung schaffen (Dauer, Haltung/Sitzposition, Konzentration, etc.)

Idee:

Unsere Idee ist eine neue Umsetzung des kompletten Tests. So erscheinen weiterhin die Punkte nach einem Algorithmus, allerdings nicht in engem Raum in einem Gerät vor dem der Patient ungemütlich sitzen muss. Wir nutzen eine einfache Raumecke, in der im definierten Sichtfeldbereich die Punkte erscheinen. Die Reaktion wird nicht per Druck auf einen Knopf abgefragt sondern mittels Eye-Tracking. So kann der Patient auf einem gemütlichen Stuhl nur mit einer Eye-Tracking Brille auf dem Kopf den Test über sich ergehen lassen.

Versuche:

Zum Einen wurde überlegt wie der Sketch aussehen könnte, hier wurde als erstes ein Raster angedacht. Des Weiteren kam die Idee, Ausfallstellen mittels eines pulsierenden Punktes nachzuprüfen, um so noch detailliertere Ergebnisse zu erhalten.

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Dann wurden Projektionsanordnungen getestet, um die Punkte an die Wand zu bekommen. Hier erwies sich die Positionierung des Beamers im Zusammenhang mit dem Kopf der Person als sehr schwierig. Wurde der Beamer so positioniert, dass der Kopf nicht mehr im Weg war, war die Verzerrung der Projektion sehr extrem.

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Aus diesen Versuchen entwickelten sich schließlich zwei Konzepte, die beide umgesetzt wurden:

Konzept 1: Laser

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Ein Laserpointer wird an zwei Servos montiert. Die zwei Servos werden für die vertikale und horizontale Bewegung benötigt.

Mit Hilfe einer Zufallsschleife erscheint alle 3 Sekunden ein Punkt in der definierten Projektionsfläche. Per Eye-Tracking wird ausgelesen, ob der Patient reagiert hat (= auf den Punkt geschaut hat) oder ob er beim Fixpunkt in der Mitte verweilt ist. Die Koordinaten des Punktes werden mit dem des Eye-Trackings noch abgeglichen, um Fehler zu vermeiden.

Notwendig für dieses Verfahren ist lediglich eine Raumecke, eine Eye-Tracking Brille, ein Rechner und die Laserkonstellation. Der Testablauf ist relativ simpel und Bedarf somit keiner ausführlichen Erklärung. Ebenso ist die Konstellation innerhalb einer Raumecke sehr flexibel verwendbar.

Konzept_Laser

Konzept 2: Beamer

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Die Idee mit dem Beamer wurde jedoch nicht komplett verworfen, da eine Idee unseres Testes nur damit umgesetzt werden konnte, und zwar die Nachprüfung der Ausfallstellen.

Mittels eines Mini-Beamers, der vertikal projeziert, und eines Servos, der die horizontale Bewegung übernimmt, kann man auch auf diese Art und Weise Punkte an die Wand bringen. Diese soll der Patient wie auch beim Laser bewusst fixieren, damit mittels Eye-Tracking die Reaktion analysiert werden kann.

Der Vorteil der Beamervariante ist, dass man die Punkte sehr leicht in Größe und Helligkeit variieren kann. Ausfallstellen können exakter nachgeprüft werden, indem man einen Punkt an der Ausfallstelle langsam wachsen lässt und wartet, ob der Patient reagiert. Somit kann der Radius des Ausfalls sehr genau bestimmt werden.

Storyboard: 

Storyboard.pdf

Umsetzung:

Umsetzung Laser:

Board_Laser

Umsetzung Beamer:

Board_Beamer

Programmierung:

Laser_Sketch_DB.zip

Beamer_Sketch_DB.zip

Präsentation Designblick:

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Film:

Vollständige Dokumentation als PDF:

Dokumentation_Upload.pdf